Ausflug in den Nähhimmel

 

Drei Wochen ist es nun her – mein Ausflug in die wunderbare Schweiz, mein Ausflug zu Bernina!

Anfang des Jahres rief der Nähmaschinenhersteller auf, sich für die Bernina Bloggerdays 2016 zu bewerben. Eine wirkliche Vorstellung was mich dabei erwarten könnte, hatte ich nicht, sollten die Bloggerdays dieses Jahr das erste Mal stattfinden, mal abgesehen davon, dass ich mir nicht ernsthafte Chancen ausrechnete. Aber es war klar, dass ich eine Bewerbung abschicken MUSSTE!

Im Februar hatte ich dann eine wahnsinnig charmante Mail von einer gewissen Sinje in meinem Postfach, die mir mitteilte, dass sie für das Bernina-Onlineteam arbeite und ich eine von 20 Bloggerinnen sei, die für die Bloggerdays eingeladen sind. Schon während des Lesens hüpfte ich auf und ab und musste auch sofort auf der FB-Seite nachschauen, ob da auch mein Name genannt wurde und die Mail auch ja kein Fake ist *g*

Ich antwortete also so schnell ich tippen konnte, auf Sinjes Frage ob ich meinen Platz auch annehmen wolle/könne (hätte ich keinen Urlaub bekommen, hätte ich wohl notfalls gekündigt…) und von da an hieß es warten und dem 18. März entgegenfiebern.

Dank Umzugsstress und genug anderen Dingen, mit denen ich mir im Moment so die Zeit vertreiben kann/muss, kam dieser dann auch schneller als gedacht und am späten Vormittag startete ich in Richtung Bodensee – Gott sei Dank früh genug, dank Autopanne war ich doch länger unterwegs als gedacht.

Der Moment als ich in Steckborn ankam, um eine Kurve bog und das erste Mal „BERNINA“ in großen, roten Buchstaben über dem Gebäude prangen sah, hätte wohl keiner beobachten dürfen. Ich quietschte laut und hüpfte auf meinem Autositz auf und ab.

Ohne ins Hotel einzuchecken, musste ich erst einmal sofort ins Creative Center um Hallo zu sagen. Außer mir, war bereits Bettina von Markerist da und die ersten Mitarbeiter von Bernina. Matthias, Nicole und natürlich Sinje waren praktisch von der ersten Minute der Bloggerdays bis zur letzten, gefühlt rund um die Uhr für uns da. Jeder Wunsch wurde uns von den Augen abgelesen und ich glaube, ich war nicht die Einzige, die fast schon in Verlegenheit war, aber dazu später mehr.

Nach dem ersten Eindruck im Creative Center und ersten tollen Gesprächen über Autos und Bier gings dann doch noch schnell ins Hotel Feldbach – übrigens 3 Gehminuten von Bernina entfernt und direkt am Ufer des Bodensees. Ganz viel Idylle, ganz viel Gastfreundschaft und ganz viel Wohlfühlen. Für den ein oder anderen Kurzurlaub wird mich das tolle Hotel sicher wiedersehen!

Nach der offiziellen Begrüßung aller Bloggerinnen, von der wir wohl alle mehr als überrascht waren, denn das gesamte who-is-who der Bernina Belegschaft war anwesend um uns persönlich Willkommen zu heißen, hatten wir noch kurz Zeit um uns gegenseitig und das Bernina Team zu beschnuppern, bevor es zum 3-Gänge Abendessen auf eine traumhafte Burg ging.

Den letzten Drink gabs dann in der Turmbar in unserem Hotel (danke nochmal an den Hotelchef, der mir extra ein Heineken besorgt hat :D) und bereits nach diesen ersten Stunden stand fest, dass eine tolle Harmonie in der Gruppe herrschte und ich muss es leider sagen – dass ist in der Nähwelt ja nicht unbedingt selbstverständlich. Umso schöner, dass Bernina da wirklich ein glückliches Händchen hatte bei der Auswahl der Teilnehmerinnen.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen des Nähens, der Nähmaschinen und Füüüüßchen! Auf den Bildern seht ihr zwei der Bernina-Nähspezialistinnen Birgit und Sarah. Sie kennen die Maschinen in und auswendig und sind u.a. auch für die Schulung der Bernina Vertriebspartner verantwortlich.

Genäht wurde etwas vergleichsweise einfaches – eine Schürze, allerdings ging es auch eher darum die Möglichkeiten der Maschine kennenzulernen. Zur freien Benutzung standen zwei Modelle – die B790 und die B580. Ich selber, stolze Besitzerin einer B550 QE, saß schon etwas eingeschüchtert vor der B790… Das Schlachtschiff, ließ meine kleine 550 irgendwie richtig klein aussehen.

Die Füßchenwelt bei Bernina ist ja so eine Sache und ich bin schon länger infiziert, aber besonders angetan hat es mir an diesem Wochenende die #12 – ein Fuß um perfekte Paspeln zu nähen. Wir alle kennen das Problem – Paspeln haben wir meist auf Vorrat im Nähzimmer, aber NIE die richtige Farbe für das aktuelle Projekt. Paspeln selber machen ist kein Hexenwerk, aber mit dem Reißverschlussfuß doch schon immer eine Fleißaufgabe und außerdem verrutscht man immer etwas (mir ging es zumindest so). Man beachte die Vergangenheitsform! Meine bessere Hälfte man mein Wochenende nämlich gespannt auf Instagram verfolgt und mein Schwärmen für die #12 ist ihm nicht gegangen. Kaum war ich wieder Daheim, wurde ich auch schon damit überrascht 🙂

Meine Schürze war dann auch eher mehr Paspel als Schürze, schließlich mussten die gefühlten 10 m Paspel, die ich produziert hatte, auch vernäht werden.

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Nach dem Nähen, Ausprobieren und dem Verlieben in neues Zubehör begrüßte uns Hans Peter Ueltschi – Bernina Inhaber in der 4. Generation – höchstpersönlich und beim gemeinsamen Abendessen hatten wir ausreichend Zeit ihn ein wenig auszuquetschen.

Apropos Abendessen! Eigentlich kann man es gar nicht so nennen, denn es war weitaus mehr. Das Hotel Feldbach lud zur zweiten Kitchen Party ein. Mit insgesamt 17 Gängen wurden wir verwöhnt und man hatte Möglichkeit wirklich jeden Winkel des Restaurants zu erkunden, was mich als Gastro-Kind ja besonders freute.

Nach dem Essen konnte man sich noch bei einer Runde Roulette probieren und auch wenn ich mich Anfangs wohl ganz gut hielt, am Ende hab ich kläglich versagt.

 

Der Sonntag hielt etwas bereit, worauf vor allem ich mich besonders freute. Die Führung durch die heiligen Produktionshallen von Bernina *schwärm*

Herr Horn, Produktionsleiter, erzählte uns etwas zur Geschichte der Firma und nahm uns dann mit auf eine ganz besondere Reise.

Schon beim Betreten kroch uns der Geruch von Öl und Werkstatt in die Nase, etwas worüber sich wohl nur Emma und ich freuten.

Die meisten Modelle der Bernina Nähmaschinen werden mittlerweile in Thailand produziert, heutzutage rein wirtschaftlich auch gar nicht anders machbar, trotzdem hält das Familienunternehmen weiterhin am Standort Steckborn fest, an dem die B880 und die Q24 montiert wird.

Ich weiß, ich erschlage euch praktisch mit Infos und Bildern, aber tatsächlic könnte ich euch noch viel mehr zeigen und erzählen und ich fasse mich wirklich schon kurz!

Mein Fazit dieses ganz besonderen Wochenendes: Mein kleines Nähherz, das ohnehin schon im Berninatakt schlug, ist nun vollends der Schweizer Marke verfallen und meine Füßchen-Sammelwut nun endgültig ausgeufert.

Am Ende kann ich nur sagen: DANKE! Danke, für diese wundervollen Tage!

Danke, für den ehrlichen und ungetrübten Blick hinter die Kulissen und die atemberaubende Gastfreundschaft!

Ich werde die Bloggerdays immer in ganz besonderer Erinnerung behalten und bin mir sicher – Steckborn, ich komme wieder!

 

Eure Kischi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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